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Honda GL 1800 Gold Wing

(Modell 2000)

(Modell 2004) 

(Modell 2005)

(Modell 2006 mit Airbag)

(Modell 2012)

 

(Modell 2006 mit Airbag)

 

                                 Video vom Crashtest Goldwing mit und ohne Airbag                   

Crashtest Bilder                      Crashtest Video (1,9MB)

Als erster Hersteller bietet der Weltmarktführer Honda seit Juli (USA) und September 2006 (Deutschland) ein Motorrad mit Airbag an. Die Gold Wing, das Spitzenmodell im Honda-Programm, die es ohne den Luftsack bereits gibt. Beim ADAC musste sich die Gold Wing in beiden Versionen einem vergleichenden Crashtests stellen.

Und die Tester wählten die härteste Aufprallvariante. 
Im ADAC-Crashtest fuhren jeweils eine Gold Wing mit und eine ohne Airbag mit 72 km/h frontal seitlich gegen einen stehenden Van. Dieses Szenario stellt nach Auswertung der ADAC Unfallforschung einen häufig vorkommenden Motorradunfall dar. Die positive Überraschung: Der Airbag rettet dem Fahrer nicht nur das Leben, er reduziert sogar die Verletzungen auf ein Minimum

Die Ergebnisse der beiden Crashtests mit und ohne Airbag übertreffen alle Erwartungen. Auf der Gold Wing ohne Airbag schlägt der Dummykopf wie erwartet ungebremst auf die B-Säule des Vans, die Halswirbelsäule wird durch die Wucht des nachschiebenden Körpers extrem stark geknickt. Beide Belastungen würden im Realfall zum Tod führen. Auf der Gold Wing mit Airbag wird der Fahrerdummy dagegen frühzeitig aufgefangen, ein massiver Kopfkontakt mit dem Van wird dadurch verhindert. Lediglich die Unterschenkel werden durch Motor und Verkleidungsteile so belastet, dass sie brechen. Ein Vergleich der Verletzungsfolgen verdeutlicht: Der Airbag an diesem Motorrad macht bei so einem Unfall den Unterschied aus zwischen leichten und tödlichen Verletzungen

Details:

Das neue „Airbagsystem für Zweiräder“ besteht aus einem Modul hinter dem Steuerkopf, das den Airbag und die Gaspatrone enthält, die den Airbag zündet. Hinzu kommen Crash-Sensoren, die Veränderungen in der Beschleunigung überwachen und den Aufprall erkennen sowie die Airbag-ECU (elektronische Steuereinheit), die berechnet und unmittelbar entscheidet, wann eine Kollision vorliegt. 

Bei einem schweren Frontalzusammenstoß messen die vier Crash-Sensoren an der Vorderradgabel das Ausmaß der Verzögerung, die durch einen Aufprall verursacht wird. Die Daten werden an die ECU übermittelt, die entscheidet, ob eine Kollision vorliegt und der Airbag aktiviert werden muss. Falls die Berechnungen der ECU ergeben, dass ein Auslösen des Airbags erforderlich ist, sendet die ECU ein elektrisches Signal an die Gaspatrone, die sofort den Airbag mit Stickstoff entfaltet. Innerhalb von 0,060 Sekunden nach dem Aufprall kann der Airbag so die Bewegungsenergie des Fahrers in Vorwärtsrichtung zu großen Teilen aufnehmen. Gleichzeitig wird die Geschwindigkeit, mit der der Fahrer vom Motorrad weggeschleudert wird, reduziert. Die Schwere der Verletzungen durch einen Aufprall auf ein gegnerisches Fahrzeug oder die Straße werden damit erheblich verringert.

Die Hauptkomponenten des Airbagsystems für Zweiräder sind

  • das Airbagmodul, das vor dem Fahrer sitzt und den Luftsack sowie die Gaspatrone enthält.
  • vier Beschleunigungssensoren, die jeweils rechts und links an der Vorderradgabel sitzen und die die Aufprallverzögerung in Fahrtrichtung erkennen
  • die Airbag-ECU, die rechts vom Airbagmodul angebracht ist und die Signale der Beschleunigungssensoren auswertet, um zu entscheiden, ob der Airbag ausgelöst wird

Quelle: ADAC (TET)

 

Honda GL 1800 Gold Wing

(Modell 2000 bis 2011)

Technische Daten   

 
GL 1800

Das im Jahr 2000 aktuelle Modell wurde für den Europäischen Markt am 14.09.2000 auf der INTERMOT in München vorgestellt.
Technische Innovationen wie geregelter Dreiwegekat, optionales ABS und ein zu einem noch besseren Fahrverhalten beitragender Aluminiumrahmen zeichnen dieses Motorrad aus.

Abmessungen

Länge 2633 mm
Breite 947 mm
Höhe 1454 mm
Radstand 1692 mm
Sitzhöhe 740 mm
Bodenfreiheit 125 mm
Leergewicht 363 kg
Gewicht fahrbereit 402 kg
Zul. Gesamtgewicht 602 kg

Rahmen

Typ Aluguss-Brückenrahmen
Vorderreifen 130/70 R 18 63 H
Felgengröße vorne 3.50 x 18
Hinterreifen 180/60 R 16 74 H
Felgengröße hinten 5.00 x 16
Vorderradbremse Kombiniertes Bremssystem Dual-CBS mit ABS, 296 mm-Doppelscheibenbremse mit Dreikolbenbremszangen und Sintermetallbelägen
Hinterradbremse 316 mm-Einscheibenbremse mit Innenbelüftung, Dreikolbenbremszange und Sinterbelägen, ABS
Vorderradaufhängung, Hub Teleskopgabel mit Eintauchverzögerung - D 45 mm, 140 mm Federweg
Hinterradaufhängung, Hub Aluminiumeinarmschwinge mit Pro-Link-System, elektronisch gesteuerte Federvorspannung mit Memory-Funktion, 105 mm Federweg, luftunterstützt
Felgen vorne/hinten Leichtmetallgussfelgen
Tank 25 L, davon 4,4 L Reserve
Lenkkopfwinkel 61 °
Nachlaufbetrag 109 mm
Telegabel-Ölmenge 529 +-2,5 cm³

Motor

Typ Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Ottomotor, 12 Ventile
Zylinderanordnung 6-Zylinder, Boxermotor
Bohrung x Hub 74 x 71 mm
Hubraum 1.832 Kubikzentimeter
Verdichtung 9,8 : 1
Leistung 87 kW bei 5.500 U/min
Drehmoment 167 Nm bei 4.000 U/min
Ventilzahl zwei pro Zylinder
Ventilsteuerung OHC, Kettenantrieb
Einlass öffnet/schließt 5° vor OT/ 30°
Auslass öffnet/schließt 30° vor OT/ 5°
Ventilspiel Einlass 0,15 mm/Auslass 0,22 mm
Schmiersystem Ölsumpf-Druckschmierung
Motoröl-Füllmenge 3,7 L
Kühlmittel-Füllmenge 3,53 L, Reservebehälter  0,65 L
Motorgewicht 118,3 kg
Kraftstoffqualität Normalbenzin

Kraftübertragung

Kupplung Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Betätigung hydraulisch
Endantrieb Kardanantrieb
Getriebe 5 Gänge-Klauenschaltung (plus elektrischer Rückwärtsgang)
Primärübersetzung 1,591 (78/49)
Gangübersetzung  1. Gang 2,375 (38/16)
Gangübersetzung  2. Gang 1,454 (32/22)
Gangübersetzung  3. Gang 1,068 (31/29)
Gangübersetzung  4, Gang 0,843 (27/32)
Gangübersetzung  5.. Gang 0,686 (24/35)
Sekundärübersetzung (Motor) 1,028 (36/35)
Winkeltrieb (Hintrrad) 2,75   (33/12)
Gangschaltsystem 1-N-2-3-4-5
Ölmenge im Kardan 120 cm³, Hypoid, SAE 80

Vergaser

Typ Computergesteuerte Kraftstoffeinspritzung PGM-FI, geregelter Dreiwegekatalysator, elektronische Saugrohreinspritzung
Bohrung 40 mm
Leerlaufdrehzahl 700 +- 50/min
Luftfilter Viskose-Papierelement

Elektrische Anlage

Zündsystem Digitale Transistorzündung mit elektronischer Frühverstellung
Anlaßsystem Elektrostarter
Zündzeitpunkt 0 vor OT bei 800/min
Lichtmaschine Drehstrom 1100 W
Batteriekapazität 12 V/18 Ah
Zündkerzen/Elektrodenabstand NGK BKR6E-11/0,8-0,9 mm

Beleuchtung

Scheinwerfer (Fern-/Abblendlicht) 55/55W
Schluss-/Bremsleuchte 21/5 W
Kennzeichenleuchte 5 W
Blinkleuchten 21 W
Instrumentenbeleuchtung 1,7 W
Anzeigelampen 3 W
Standlicht 3 W